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Freizeit: Sabine Hornig: „Durchs Fenster“ in der Pinakothek der Moderne

17.02.2012 - Noch bis zum 26. Februar zeigt die Pinakothek der Moderne in München die Fotoausstellung „Durchs Fenster“ von Sabine Hornig. Für die Ausstellung hat die international bekannte Fotografin, die sich auch mit Bildhauerei und Installationen beschäftigt, hauptsächlich Schaufenster von leerstehenden Läden in Berlin-Mitte fotografiert.

Auf den Fotografien erkennt der Betrachter zunächst den leeren Raum hinter dem Schaufenster. Gleichzeitig spiegeln sich auf der Oberfläche ders Schaufensters auch die äußere Umgebung des Ladens sowie die Beschaffenheit der Fensterscheibe wider. Auf manchen Bildern ist Sabine Hornig auch selbst zu sehen.

Was ist eigentlich innen und was außen?
Beim ersten Anblick der Fotos fällt es mitunter schwer genau zu unterscheiden, welcher Teil des Fotos zu welcher Ebene gehört; etwa zur Straße, die vor dem Schaufenster liegt oder zum Inneren des Raums. Der Zuschauer soll durch die Fotografien angeregt werden, das Verhältnis von Bild und Raum sowie zwischen Abbild und Wirklichkeit zu untersuchen. Um die Betrachter zusätzlich herauszufordern, sind die großformatigen Fotografien hinter spiegelndem Acrylglas aufgehängt, die den Betrachter selbst zum Teil des Bildes werden lassen.

Die gesamte Werkgruppe „Fenster“ umfasst 50 Fotografien, die teilweise bereits im Jahr 2003 im Museum of Modern Art in New York ausgestellt wurden. Ein Teil davon ist derzeit in der Pinakothek der Moderne zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Gegenüberstellung weiterer Bilder Hornigs mit der holländischen Genremalerei in der Alten Pinakothek, die parallel stattfindet.

Quelle: Pinakothek der Moderne
Fotoquelle: © VG Bild-Kunst, Bonn 2011; Fenster ohne Boden I 2006

Autor(en): Barbara Bocks
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